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19 Dezember 2010 - US Armee muss "Don t ask, don t tell" Regelung auflassen
"Don't ask, don't tell!", DAS Synonym für eine Lösung, die diskriminierender nicht sein kann.
Soldaten und Soldatinnen in der US Armee durften bis dato nichts zu ihrer sexuellen Orientierung sagen, bzw. durften auch nicht dazu befragt werden.
Jahrelang wurde diese Regelung von US LGBT*-Vereinigungen bekämpft, mit unterschiedlichen Mitteln, aber bis gestern: Ohne Erfolg.
Mit der Abstimmung für die Abschaffung im US Abgeordnetenhaus vergangenen Mittwoch wurde ein großes Zeichen gesetzt, denn dass das Abgeordnetenhaus so entscheidet, war keinswegs gewiss.
Die Abstimmung gestern im US Kongress fiel mit 65 für und 31 Stimmen gegen die Abschaffung der Regelung interessant aus: Offensichtlich haben sich einige Republikaner auf die Seite der Demokraten geschlagen.
Die interessante Frage, die sich jetzt stellt ist:
Was ändert sich jetzt faktisch bei den US Streitkräften?
Oftmals sind Vorurteile wie zum Beispiel "Schwule und Lesben wollen ihre Sexualität vor sich hertragen" oder "Schwule und Lesben wollen dauernd ihre Sexualität thematisieren", beides ist nicht richtig.
Schwule, Lesben und Transgender wollen nicht "dauernd ihre Sexualität thematisieren". Was LGBT jedoch wollen ist, dass man etwa am Montag in der Arbeit ohne Vorbehalte erzählen kann, mit wem man am Wochenende im Kino/Essen/auf einem Ausflug war.
Wenn diese Lebensrealität einmal erreicht ist, profitieren sowohl LGBT, als auch der Arbeitgeber (und hier ist es schließlich egal, ob der Arbeitgeber eine Behörde, oder ein Unternehmen in der Privatwirtschaft ist).
Und, um die oben gestellte Frage, was sich jetzt dadurch ändern wird zu beantworten:
Ein "Ansturm" von LGBT auf die US Armee wird wohl unterbleiben, denn LGBT sind vermutlich schon längst ein Teil der US Armee.
http://de.wikipedia.org/wiki/Don%E2%80%99t_ask,_don%E2%80%99t_tell
http://diestandard.at/1292461970390/US-Repraesentantenhaus-Mehrheit-fuer-Aufhebung-von-Dont-ask-dont-tell
*LGBT: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender